Das besondere Portrait: Susanne Freidhof

Man hätte meinen können am Rande der Sahara zu wohnen, als das diesjährige Sommerfest der Weiberwirtschaft Remscheid e.V.  angesagt war. Doch die wieder einmal beachtliche Teilnehmerzahl der Frauen zeigte deutlich, wie groß der Zusammenhalt, und wie wichtig auch gemeinsames Feiern ist. Was bedeuten da schon Hitzerekorde und schwitzen, schwitzen, schwitzen…

Das diesjährige Sommerfest am 24. Juli fand im blumengeschmückten Event-Zelt von Horst Schmitz im Restaurant Uelfetal in Radevormwald statt. Bei tropischen Temperaturen war ein leckeres Grillbuffet vorbereitet, Wasser war bei diesen Temperaturen natürlich das gefragteste Getränk.

Aber bevor es zu den kulinarischen Genüssen ging, war ein kleiner Spaziergang zum traditionellen Hexentanzplatz in Ober-Önkfeld angesagt. Mit Wasserflaschen bewaffnet und der Hoffnung auf einen möglichst kurzen Weg ging es dann bergauf zum Hexentanzplatz. Auf der Lichtung angekommen erzählte Ingrid Jentjens Interessantes, und bewusst nicht zu viel Schauriges, über 300 Jahre Hexenverfolgung, auch im Bergischen Land. Fast alle Frauen und auch viele Männer waren der Willkür der Denunzierung ausgeliefert. Ein Schluck Sekt auf die heutige Zeit rundete den Spaziergang ab, ja und dann, oh Schreck, trat eine Hexe aus dem Gebüsch und alle waren erst mal baff.

Ja, die Hexe Ilsebill hatte viel zu erzählen über ihr Schicksal und ihr Ungemach. Im Gepäck hatte sie Hexenlikör, Hexensenf, Kräuter und einen Losungsspruch, der sie von ihrem Zauber befreite. Zusammen ging es dann wieder bergab ins Uelfetal, wo es schon lecker nach Gegrilltem roch, und das einladende Event-Zelt auf uns wartete.

Später am Abend hatte Kunsttherapeutin Christine Thomssen ein interessantes Kunstprojekt vorbereitet. Es war so schön zu sehen, wie begeistert sich alle auf die Malutensilien stürzten. Aus vielen Puzzle-Einzelteilen, die von den Frauen individuell mit Acrylfarbe bemalt wurden,  entstand ein Kunstwerk, das sich sehen lassen kann. Mittendrin  das Löwinnen-Logo der Weiberwirtschaft Remscheid e.V. Auch der soziale Aspekt kam nicht zu kurz. Es wurde gespendet für das von Christine Thomssen begleitete Projekt für den Verein NoG  (Naturheilpraxis ohne Grenzen) für sozial benachteiligte Kinder, die auf Grund von Flucht,- oder Gewalterfahrungen eine therapeutische Begleitung benötigen.

Als es dann richtig dunkel war, wurde bei Discomusik mit Lichteffekten getanzt. Ute Keller vom Vorstand der Weiberwirtschaft Remscheid e.V. spielte die DJane und verwöhnte mit Ohrwürmern. Es wurde ausgelassen und barfuß getanzt, und man war sich mal wieder einig: Oh, war das schön… gut das es ein Nächstesmal gibt!

…warum bin ich Innenarchitektin?

Schon als Kind habe ich mit Legosteinen Zimmer und Häuser gebaut, leider fehlten mir da immer schon Steine für meine Ideen.

Als mir dann in der Oberstufe meine Kunstlehrerin Frau Rust mit Ihren silbrig-grünen Haaren empfahl, mich mal nach Innen- architektur zu erkundigen, war alles klar.

Praktikum gemacht bei Architekt Arns hier in Remscheid, studiert -etwas zu lange nach dem Empfinden meines Vaters-, dann erstmal in der Zeitarbeit als Personal – Sachbearbeiterin in Krefeld gearbeitet, bevor ich bei einem Messebauer (bei dem ich gelernt habe, wie man es NICHT machen sollte) Arbeit fand, weil ich die Eintragung in die Architektenkammer haben wollte.

Als dann eines Tages ein netter, junger Mann anfing dort für seine Umschulung zu arbeiten, war auch das klar…

Als die Firma, bei der wir angestellt waren, Pleite ging – was abzusehen war -, haben wir uns gesagt: „…das können wir auch alleine“ und haben angefangen, vor genau 30 Jahren !! mit nichts als Schulden !!

…warum bin ich Messebauerin?

Als Kind einer Unternehmer-,  Architekten- + Ingenieursfamilie hatte ich durch die Gene gar keine Chance etwas anderes zu werden.

Wir gründeten zuerst die Planungsfirma und hofften mit fremden Messebauern unsere Ideen zu verwirklichen, was nicht funktionierte und so fingen wir an, eigenes Material zu kaufen.

Wenn man einmal anfängt Material zu kaufen, fehlt immer irgendetwas und so wuchs der Materialbestand und der Maschinen Park so an, dass wir vor 3 Jahren eine Halle bauen mussten. Kommt uns gerne in Hückeswagen besuchen

…warum bin ich im Direktvertrieb?

Ganz einfache Antwort: …ich habe immer schon gerne gezündelt…und zum Ausgleich…

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