Das besondere Portrait: Ingrid Jentjens

…warum bin ich Innenarchitektin?

Schon als Kind habe ich mit Legosteinen Zimmer und Häuser gebaut, leider fehlten mir da immer schon Steine für meine Ideen.

Als mir dann in der Oberstufe meine Kunstlehrerin Frau Rust mit Ihren silbrig-grünen Haaren empfahl, mich mal nach Innen- architektur zu erkundigen, war alles klar.

Praktikum gemacht bei Architekt Arns hier in Remscheid, studiert -etwas zu lange nach dem Empfinden meines Vaters-, dann erstmal in der Zeitarbeit als Personal – Sachbearbeiterin in Krefeld gearbeitet, bevor ich bei einem Messebauer (bei dem ich gelernt habe, wie man es NICHT machen sollte) Arbeit fand, weil ich die Eintragung in die Architektenkammer haben wollte.

Als dann eines Tages ein netter, junger Mann anfing dort für seine Umschulung zu arbeiten, war auch das klar…

Als die Firma, bei der wir angestellt waren, Pleite ging – was abzusehen war -, haben wir uns gesagt: „…das können wir auch alleine“ und haben angefangen, vor genau 30 Jahren !! mit nichts als Schulden !!

…warum bin ich Messebauerin?

Als Kind einer Unternehmer-,  Architekten- + Ingenieursfamilie hatte ich durch die Gene gar keine Chance etwas anderes zu werden.

Wir gründeten zuerst die Planungsfirma und hofften mit fremden Messebauern unsere Ideen zu verwirklichen, was nicht funktionierte und so fingen wir an, eigenes Material zu kaufen.

Wenn man einmal anfängt Material zu kaufen, fehlt immer irgendetwas und so wuchs der Materialbestand und der Maschinen Park so an, dass wir vor 3 Jahren eine Halle bauen mussten. Kommt uns gerne in Hückeswagen besuchen

…warum bin ich im Direktvertrieb?

Ganz einfache Antwort: …ich habe immer schon gerne gezündelt…und zum Ausgleich…

Viele Menschen würden gerne wissen, wie man dazu kommt den Beruf des Heilpraktikers zu erlernen. Meine Geschichte ist nicht unbedingt typisch für den Werdegang, aber vielleicht trotzdem interessant.

Schon als kleines Mädchen hat mich die Medizin interessiert, und so mussten meine Puppen und Teddybären als Patienten herhalten, denen ich dann Medizin verabreichte und Verbände legte.

So sollte man meinen, als nach abgeschlossener Realschule und höherer Handelsschule die Berufswahl anstand, der Weg in einen medizinischen Beruf wäre vorgezeichnet gewesen. Aber der Vater wollte seine Tochter gerne in einem kaufmännischen Beruf sehen, und so machte ich eine Ausbildung zur Bankangestellten.

Das Schicksal hält aber ja immer seine kleinen Überraschungen bereit. Der Vater meines Freundes war Arzt und beschäftigte sich sehr intensiv mit Naturheilverfahren. Immer wenn ich in seinem Hause zu Gast war, wurde über alte bewährte Methoden in der Medizin, über neueste Forschungsergebnisse, aber auch über Problematiken zwischen Naturheilkunde und Schulmedizin gesprochen. So wuchs ich regelrecht in das Thema hinein.

Der Freund wurde mein Mann, unsere Töchter Anja und Petra wurden geboren.
Das Interesse an der Naturheilkunde blieb unvermindert bestehen. Als mein Mann sich dann entschlossen hatte, vom Beruf des Dipl. Wirtschaftsingenieurs zum Heilpraktiker zu wechseln, gab es für mich kein Halten mehr, und ich lernte fleißig mit und erhielt im Jahre 1971 die Zulassung zum Heilpraktiker. Das ist jetzt 48 Jahre her, und der Beruf hat für mich nichts von seiner Faszination verloren. Immer noch ist meine liebste Lektüre die der Medizin. Vor allen Dingen das Immunsystem mit allen seinen Facetten hat es mir angetan.

Ich freue mich sehr, dass ich mit meinen 76 Jahren immer noch in unserer Gemeinschaftspraxis arbeiten kann. Jeder neue Patient ist ein Individuum und eine kleine Herausforderung. Ihm helfen zu können, mein größtes Anliegen und eine große Freude, wenn es ihm besser geht.

Das war meine kleine Geschichte zum Werdegang eines Heilpraktikers.

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