Das besondere Portrait: Petra Jentjens-Đorđević

Gestern Abend haben wir in der Weiberwirtschaft den Vortrag „Bilder aus der Seele – Wirkfaktoren der Kunsttherapie“ von Christine Thomssen-Betz gehört.  Auf den ersten Blick ist das kein Business-Thema, außer vielleicht für die vortragende Kunsttherapeutin. Der „zweite Blick“ ist aber durchaus lohnenswert… ganz persönlich und AUCH fürs Business.

Christine stellte in ihrem Vortrag die theoretischen Grundlagen der kunsttherapeutischen Arbeit vor, die Herangehensweisen, die Betrachtungsweisen und erweckte diese, anhand tatsächlicher Beispiele und einer kleinen Ausstellung von Bildern, auf sehr anschauliche und nachvollziehbare Weise zum Leben.

Auch ein Ausflug in ihre wissenschaftliche Arbeit, bei dem man vielleicht an einen knochentrockenen, mit Fachbegriffen gespickten Frontalvortrag denken mag, hat sie mit ganz praktischen Anwendungsbeispielen sehr elegant ins Irdische geholt. Zudem hatte der Abend auch Workshopcharakter, denn es gab eine große Auswahl Malwerkzeuge und Farben und wir haben alle eine in drei Schritte unterteilte, kleine Übung „mitgemalt“, die auch im Anschluss kurz betrachtet und besprochen wurde.

Die Brücke zwischen Theorie und Praxis hat der Vortrag mit Leichtigkeit geschlagen… und hat damit die Kunsttherapie für „uns Laien“ wunderbar
greifbar und nachvollziehbar gemacht. Die eigene Beteiligung, das „am eigenen Leib erfahren“ bei der Übung, hat zusätzlich geholfen – vielleicht vorhandene – Hemmschwellen zu beseitigen und das Potential deutlich aufzuzeigen, das in der Kunsttherapie liegt. Potential sehe ich darin für jede Einzelne ganz persönlich aber auch für Dynamiken in Gruppen… was den Bogen zum Business wieder schließt.

Danke an Christine für diesen horizonterweiternden und kurzweiligen Abend.

Welche Bildsprache können Menschen uns zeigen? Welche Vorstellungskraft besitzen Menschen? Welche inneren Bilder beflügeln unsere Phantasie und wie können wir diese inneren Bilder kunsttherapeutisch nutzen, um Menschen in besonderen Lebenssituationen begleitend zu helfen? Welche Faktoren arbeiten in der aktiven Gestaltung, dass sie heilend, genesend oder fördernd  auf uns wirken können?

Jeder Mensch ist ein Künstler und bringt über sein Schaffen und sein Werk Gedanken und Gefühle zum Ausdruck.

In meinem Vortrag möchte ich die Wirkfaktoren der Kunsttherapie beleuchten  und die Herangehensweise eines  kunsttherapeutischen Settings  vorstellen. In einer anschließenden Diskussionsrunde können wir unsere Gedanken und Erfahrungen dazu austauschen.


Am 25.09.2019

ab ca.  19.30h, im Schützenhaus RS
Referentin: Christine Thomssen-Betz
Im Anschluss Diskussion und freies Netzwerken

Ich hatte großes Glück in meinem Leben…
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Familie geboren zu sein, sodass ich große Freiheit hatte mein Leben so zu leben wie ich es lebe, sowohl beruflich wie auch privat.
Mein beruflicher Werdegang hat sich schon früh abgezeichnet, beide Elternteile sind Heilpraktiker, mein Opa war Arzt, und wir hatten die Praxis im Haus. So wurde ich mit Medizin groß und hatte von klein auf Interesse daran.

Da man ja die Heilpraktiker-Prüfung erst mit 25 Jahren machen kann, stellte sich die Frage – was mache ich, nach dem Fachabitur für Sozialpädagogik vor der Ausbildung zur Heilpraktikerin? Eventuell Arzthelferin, war eine Idee……. Nachdem meine Mutter mit einem älteren Arzt telefoniert hatte, um für mich nach einem Ausbildungsplatz zu fragen, sagte er:“ Warum macht ihre Tochter keine Krankenpflegeausbildung, da kann sie dann später mehr mit anfangen“. Das war eine gute Idee!

Gesagt-getan:
Es kam die Zusage für einen Ausbildungsplatz vom Marien-Hospital in Düsseldorf. Dort genoss ich eine ausgesprochen gute Ausbildung, auch mit Einsatz auf der Intensivstation, und ich schloss die Ausbildung als Beste ab.

Danach arbeitete ich viele Jahre in Remscheid-Lennep und Köln auf Intensivstationen und in der Anästhesie, und absolvierte eine weitere Ausbildung in diesem Bereich.

Dann kam der Zeitpunkt, und ich ging zur Heilpraktikerschule, denn das war ja von klein auf mein Traumberuf: Heilpraktikerin!!!!!
Am 15.09.1999 bestand ich die Prüfung zur Heilpraktikerin am Gesundheitsamt Köln.
Die vorhergehenden Qualifikationen im Gesundheitswesen waren sehr hilfreich auf diesem Weg, des medizinischen Wissens halber, aber auch der Umgang mit kranken Menschen.

Die Wissbegierde ist bis heute geblieben.
Ich habe überlegt, wo ich mich in unserer Praxis platzieren kann, denn meine Eltern arbeiten nach wie vor mit in der Praxis. Ich brauchte etwas Eigenes, das nur ich in der Praxis anbiete. Und so kamen 2002 die Osteopathie und 2010 Ortho-Bionomy® in mein Leben. Das heißt, die Arbeit am und mit dem Bewegungsapparat ist zu meiner Passion geworden.

Ich liebe diesen Beruf, weil er sehr vielfältig ist und es im Bereich der Naturheilkunde auch immer wieder neue Erkenntnisse gibt.
Ich könnte jetzt noch Stunden weiterschreiben …..

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